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Starte JETZT - bevor deine Perfektion dich umbringt

Starte JETZT - bevor deine Perfektion dich umbringt - Goldseele

Starte jetzt, bevor Deine Perfektion Dich umbringt

In Perfektion gestorben. Du kennst das.

Man sagt das so, aber was es bedeutet, vergessen wir leicht.

Ich rief mal wieder meinen Freund Karl an. Der startet ein neues Business und hat seit Monaten keine Zeit mehr für Freunde und Familie. Wollte mal hören, wie es ihm so geht.

Karl stöhnte. Zum zweiten Mal die Webseite neu aufgesetzt, verzweifelt an seinem Logo, weil er kein Designer ist und die Texte auf der Webseite sind auch noch nicht gut genug. Immer wieder liest er Newsletter und Blogartikel, wie es noch besser geht.

„Es ist schließlich mein offizieller Start. Der muss perfekt sein!“

Und Designer, Programmierer und Texter könne er sich nicht leisten. Das bisschen was er braucht kann er schließlich auch selbst tun.

Wir sprachen über alte Zeiten. Karl war schon einmal selbstständig und war schmerzhaft gescheitert. Etwas was man in Deutschland gesellschaftlich betrachtet nicht darf: Scheitern. Also war seine Sorge jetzt noch größer, womöglich nochmals zu scheitern. Hm, gab ich zu bedenken, in den USA wirst du mit jedem Scheitern ernster genommen, schließlich weiß man mit jedem Absturz besser, wie es wirklich geht.

Nachdem wir aber nicht in den USA leben, gilt für Karl also die Perfektion. Ich blieb dran. Wollte es jetzt genau wissen.

Wozu war die Perfektion wirklich wichtig?

Stand sie womöglich für etwas ganz anderes?

Ich hörte viele Argumente. Entscheidend ist, was dahinter liegt und dahinter. Der Grund für den Grund.

Und am Ende der Argumentationskette für Ride Perfektion stehen dann plötzlich zwei Aussagen:

Solange ich mich um Webseite, Logo und Texte kümmere, kann ich ja nicht das tun, was ich längst tun sollte: Mich um Kunden zu kümmern.

Die Angst vor den Kunden.

Bin ich wohl gut genug? Passen meine Preise? Was werden die anderen sagen? Und halte ich dem Vergleich mit dem Mitbewerb stand?

Die Angst vor Marketing und Vertrieb.

Das vermeintlich böse Wort: Verkaufen. Verkäufer sein. Verkäufer, so die Angst, drehen irgendwem etwas an. 90% aller KollegInnen sagen: „Ich kann alles, nur nicht verkaufen!“

Ja Karl, solange Du Dir das einredest, stimmt das auch so. Schon Henry Ford wusste: Egal ob du glaubst, du kannst es, oder ob du glaubst, du kannst es nicht, du hast in jedem Fall recht.

Karl war plötzlich etwas stiller. Dachte nach. Fühlte sich unwohl. Er sah keinen Ausweg aus seiner Lage.

Dabei hatte ich noch einen weiteren Punkt zu klären:

Ich fragte ihn, ob er sich bewusst ist, welchen Wert seine Arbeitsstunde hat. Seinen Kunden verrechnet er 120 Euro netto pro Stunde. Und sich selbst?

Mir selber verrechne ich nichts, war seine Antwort. Oha!

Klar, man schreibt sich selbst ja keine Rechnung. Ob man aber damit richtig liegt? Angenommen, bei Dir ist es wie bei Karl und du willst mit deinem Business Deine Lebenshaltungskosten decken. Miete, Strom, Telefon, Versicherungen, und so weiter. Du willst also nicht spielen mit dem Geld, sondern brauchst es, um leben zu können.

Kannst du es dir also leisten, fragte ich Karl, wochenlang mit dem Logo zu spielen, Artikel zu lesen die Dich nur durcheinander bringen, weil jeder etwas anderes sagt, wie perfekt du sein sollst? In dieser Zeit hast du keine Kunden. Keine Einnahmen.

In dieser Zeit verlierst Du sogar Geld

Platt formuliert ist es sogar so:

Mit Kunden verdienst du pro Stunde 120 Euro.

Ohne Kunden kostet dich jede Stunde 120 Euro.

Jetzt wurde Karl direkt schlecht. Er erkannte, worauf ich hinaus wollte:

Rechne all die Wochen Stunde um Stunde zusammen. Wir kamen schon bei sechs Wochen auf über 27.000 Euro. Wenn er diesen Betrag in Designer, Techniker und Texter investiert hätte, wäre er längst fertig mit allem. Und es hätte seine Nerven geschont. Und er hätte Zeit gehabt, sich um seine KundInnen zu kümmern.

Der Haken an dem Beispiel

Jetzt war Karl begeistert. Er hatte mich erwischt: so könne man nicht denken. Das Geld sei ja, wenn überhaupt, nur negativ da. Als Schulden. Und einen solchen Kredit wolle er nicht aufnehmen. Also könne er es auch nicht investieren. Punkt. Und außerdem habe er dann zwar ein perfekt gestaltetes Produkt, könne aber immer noch nicht gut genug verkaufen.

Und jetzt, lieber Georg, fragte er. Und ich konnte sein Grinsen fast durchs Telefon spüren.

Bei einem Kaffee kamen wir einer möglichen Realität näher:

Fakt ist, jede Stunde ohne Kunden kostet dich Geld.

Fakt ist, es braucht zu Beginn meistens eine Investition.

Fakt ist, es müssen nicht gleich 30.000 Euro oder mehr sein.

Es geht um deinen ureigenen Herzensweg

Um ein neues Produkt auf den Markt zu bringen, gibt es zahlreiche Wege:

Plane, entwickle, Teste, entwickle weiter, Teste, Testgruppen, entwickle weiter, etc. Bei absoluter Perfektion ran an den Markt.

Dessen Gegenteil:

Idee, entwickle, Testgruppe, raus auf den Markt, weiter einwickeln, am Markt verbessern.

Beide Wege extrem dargestellt und verkürzt beschrieben, das ist mir bewusst. Und doch zeigen sie auf, was ich will:

Für den ersten Weg brauchst du viel Geld und einen langen Atem. Das ist in unserer Szene eher selten.

Im zweiten Weg gehst du sehr früh und mutig an den Markt. Und erfährst so, was die KundInnen wirklich in der Praxis brauchen und worin du besonders gut bist, was also den Weg deines Herzens am Ehesten abbildet.

Deine Vorteile:

Du gehst früh raus und kannst früh erste Umsätze generieren

Du lernst enorm viel, was wirklich wirklich gebraucht wird

Du lernst enorm viel darüber, was dir wirklich wirklich Freude bereitet

Du brauchst weder eine perfekte Webseite, noch ein perfektes Logo, noch verkaufende perfekte Texte

Ich erzählte Karl zum Schluß noch von Ruth. Sie hat heute eine der erfolgreichsten COACHING-Akademien in Österreich. Als sie anfing, hatte sie eine eher schlechte Webseite, ein fades Logo, langweilige Texte. Alle sagten, das ginge so nicht. Sie glaubte denen nicht, sondern sich selbst und startete durch. Volle Pulle. Denn sie hatte, was vielen der MahnerInnen fehlte:

Sie brannte für ihre Akademie.

Sie brannte dafür, Menschen zu unterstützen.

DAS hat gezählt.

Und sie brennt heute noch dafür.

Sagte damals, in Anlehnung an das Pareto Prinzip: „Lieber mit 80% rausgehen, als mit 100% sterben!“

Fazit

Du brauchst nur Dich selbst. Deine persönliche Echtheit. Wir alle wissen, dass heute Echtheit weit mehr zählt, als kalte Perfektion. Und wozu streben wir dann selbst nach Perfektion, anstatt KundInnen zu unterstützen? Weil wir Angst haben. Vielleicht vor dem Verkauf, vielleicht vor dem Gesehen werden. Vor dem Anders sein?

Wovor hast du Angst?

Aus welchem Grund wählst du, anstatt Dich selbst zu wählen, die Perfektion?

Was ich Karl sagte, sage ich dir jetzt auch:

Strebe nicht nach etwas, was du längst bist. Du bist perfekt, genau so wie du bist. Gehe raus und zeige dich, die Welt braucht gerade Dich, die leisen, manchmal schüchternen, stillen. Gehe raus und tue es.

Jetzt!

Liebe zu dir,

Georg

Als kleiner Service, hier noch Links, die dich gut unterstützen können:

Wenn du nicht ohne Logo starten willst, findest du hier jemanden und gehst dabei nicht Pleite:

https://99designs.de

Für Deine Webseite mit WordPress gibt es genug Anleitungen im Netz.

Für Deine Texte: Frage Dein Herz.

Für einen Schuss Motivation: Ein Artikel über die Entstehung eines Buches, obwohl der Markt in dieser Nische längst voll war.

„Wenn du der Meinung bist, dass etwas gut ist und einen Mehrwert bringt, dann mache es. Berücksichtige die Kritiken und Einwände, lass dich aber nicht von denen verunsichern oder gar von deinem Vorhaben abhalten.“

https://www.perun.net/2020/02/07/wordpress-handbuch-36-000-euro/

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Goldseele dankt: Photo by Aron Visuals on Unsplash

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